Als „Sparen an der denkbar falschesten Stelle“ bezeichnet der örtliche NPD-Stadtrat Jürgen Gansel den Plan, das renommierte Riesaer Gymnasium, das den Namen des großen deutschen Forschers Werner Heisenberg führt, durch eine Schulfusion wegzurationalisieren.

Ines Schreiber (NPD) aus Strehla anläßlich der für den 11. Juli 2012 angesetzten Sitzung des Verwaltungsausschusses der Stadt Riesa gegen die Pläne zur Wegrationalisierung des WHG.
Die neue Schulnetzplanung von Oberbürgermeisterin Töpfer (CDU) sieht vor, das Städtische Gymnasium und das „WHG“ zusammenzuführen – auf dem Standort des Städtischen Gymnasiums. Zu befürchten ist in diesem Zusammenhang ein Identitätsverlust für beide Einrichtungen. Wegen der Proteste von Eltern, Lehrern und Schülern hat Frau Töpfer die Vorlage zur Schulnetzplanung aber erst einmal von der Tagesordnung der nächsten Stadtratssitzung genommen.
Das Heisenberg-Gymnasium müßte außerdem um seinen besonderen Status bangen, der ihm seitens des Freistaates Sachsen mit Blick auf eine Fachkräftelücke im sogenannten „MINT“-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) im sächsischen Schulsystem derzeit eingeräumt wird. Das WHG ist eines von derzeit nur sechs Gymnasien landesweit, das eine vertiefte mathematisch-naturwissenschaftliche Ausbildung anbietet.
Jürgen Gansel (NPD) hierzu:
„Das ist schon alles bezeichnend. Da wird einerseits über einen allgemeinen Fachkräftemangel geklagt, den es so noch gar nicht gibt, der aber ständig für die Forderung nach ‘ausländischen Fachkräften’ herhalten muß. Andererseits setzt man in Riesa ausgerechnet im MINT-Bereich ein wichtiges schulisches Sprungbrett für unsere einheimischen Fachkräfte von morgen auf’s Spiel. Und zwar nicht erst mit der Umsetzung dieser Pläne, sondern bereits mit der Diskussion darüber.“
Der NPD-Stadtrat benennt die wahren Ursachen der Debatte um das Heisenberg-Gymnasium:
„Nach dem Bekanntwerden des vorläufigen Verluststandes der Zinswetten in Höhe von knapp 33 Millionen Euro durch die Zockerei des Spekulationsbürgermeister Mütsch (CDU) wird deutlich, daß für Schulgebäude-Sanierungen und eine vielfältige Bildungs-Infrastruktur in Riesa kein Geld mehr vorhanden ist. Jetzt müssen sinkende Schülerzahlen herhalten, um den bildungspolitischen Kahlschlag zu rechtfertigen. Die sinkenden Schülerzahlen wiederum sind das Ergebnis einer völlig verfehlten Familien- und Bevölkerungspolitik von Land und Bund. Uns fehlt schlichtweg der Nachwuchs. Aber können wir diese Abwärtsspirale umdrehen, indem wir bewährte Bildungseinrichtungen schleifen? Wohl kaum!“
NPD-Kreisverband Meißen
www.npd-riesa-grossenhain.de
PS. Als Teil der betroffenen Elternschaft demonstrierte auch die NPD-Aktivistin Ines Schreiber aus Strehla anläßlich der für den 11. Juli 2012 angesetzten Sitzung des Verwaltungsausschusses der Stadt Riesa gegen die Pläne zur Wegrationalisierung des WHG. Ein Foto ist im jpg-Format angehängt.

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